Bunte Welt: Unsere Kita Kids & Co in Frankfurt/Main

Kita Kids & Co Frankfurt/Main im Porträt

19.02.2019
Isabel Hempel
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Bunte Welt – treppauf, treppab: Kindergarten, Krippe, Schülerhort, Back-up- und Ferienbetreuung unter einem Dach: Davon träumen viele Eltern – gerade wenn sie mehrere Kinder haben. Das raumübergreifende Konzept unserer Frankfurter Kita Kids&Co verwirklicht diesen Traum.

Stadtmitte Frankfurt am Main: Nur ein paar Schritte von der Alten Oper entfernt, befindet sich, umgeben von Wolkenkratzern, die Kindertagesstätte Kids & Co. Das vierstöckige Gebäude, in dem knapp 200 Kinder im Alter zwischen acht Wochen und zwölf Jahren betreut werden, liegt in einer ruhigen Nebenstraße. Ein großer Krippenbereich, der Kindergarten, das Back-up für die Kinderbertreuung in Notfällen und ein Schülerhort finden auf vier  ihren Platz.  

 

 

„Das Besondere an unserem Haus ist, dass wir alle Räume etagenübergreifend nutzen können“, erklärt Kirstin Andretzki, Etagenleitung bei Kids & Co. „Wir arbeiten nach einem teiloffenen Konzept. Das heißt, der Tagesablauf der Kinder ist strukturiert und bietet genug Freiraum für die Spielbedürfnisse. Zum Beispiel besprechen wir neben vielen Liedern und Mitmachspielen in jedem Morgenkreis mit den Kindern, was wir mit ihnen am jeweiligen Tag planen. Aber es gibt immer viel Raum für Spontanität.“ Das Ritual zum Start in den Tag gibt schon den kleinsten Kindern Sicherheit im Alltagsablauf. Gleichzeitig lernen sie, eigene Entscheidungen zu treffen. Dass ihnen das Haus so viel Bewegungsfreiheit ermöglicht, soll dabei helfen.

 

Bewegungsfreiheit auf vier Etagen

So steht den Kindern im zweiten Obergeschoss zum Beispiel das „Studio“ offen. In dem hellen, großen Raum können sie sich an einer Fülle von Turngeräten ausprobieren. Wie in allen anderen pme-Kitas auch, ist das Bewegungskonzept an der Kleinkindpädagogik von Emmi Pikler ausgerichtet. Im Studio heißt es: „Strumpfhosen aus und barfuß rein!“ – in einen Parcours aus weichen Matten, Holzstangen, Holzringen und Bögen, eine kleine Rutsche und Tücher, durch die sich schon die Allerkleinsten ganz frei von jeder Anleitung bewegen können. Krabbeln, robben, klettern, rutschen – alles ist erlaubt.

Das Studio wird aber auch genutzt, um gezielte Bewegungsabläufe zu fördern, zum Beispiel um das Gleichgewicht zu trainieren. „Oft stellen wir Gruppen von Kindern zusammen, die hier entsprechend ihrem Alter oder ihrer Entwicklung spezifisch üben können. Ansonsten arbeiten wir ‚familiennah’, also in altersgemischten Gruppen“.
 

 


Matschen, Schütten, Forschen

Magnetwände, einen Sand-Wasser-Matsch-Tisch, eine Badewanne voll mit getrockneten Bohnen, eine Murmelbahn und vieles mehr gibt es im zweiten Stockwerk, wo auch der Kindergarten untergebracht ist. Auch die sogenannte „Forscherwiese“ dürfen Kinder aller Altersstufen erobern. Entwickelt nach dem Konzept „Haus der kleinen Forscher“, gibt es hier alles, was die Experimentier- und Entdeckerlust weckt. Und weil Forschen auch Matschen, Schütten, Kleckern und Reinsteigen bedeutet, ist auch hier alles erlaubt und ausdrücklich erwünscht.

„Kinder brauchen Zeit und Raum für Entdeckungen“, erklärt Kirstin Andretzki. „Gießt ein Kind zum Beispiel immer zu viel Wasser ins Glas, kann es sich hier mal ganz gezielt damit beschäftigen: Es darf immer wieder das Eingießen probieren, und natürlich darf’s dabei daneben gehen. Wichtig ist am Ende die Erfahrung: Wann läuft das Glas über?“.

 

Erlauben, was zu Hause nicht möglich ist

Dass der Raum nach so einer Forscher-Session aussieht wie ein Schlachtfeld, nehmen die Betreuerinnen mit größter Gelassenheit hin. „Wir möchten den Kindern hier erlauben, was zu Hause nicht unbedingt möglich ist“, sagt Andretzki schmunzelnd. Die Teilnahme am bundesweiten Fortbildungsprogramm der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist Pflicht für die pädagogischen Fachkräfte in allen pme-Einrichtungen. Sie werden geschult und erhalten einen Methodenkoffer und viele Ideen für das Experimentieren schon mit den Kleinsten.
 

 
 

Gestaltet wie von Drop-Art-Künstler Jackson Pollock sind die Wände im „Atelier“– ein weiterer großer Raum, der allen Kindern von Kids & Co. offensteht. Bei genauerer Betrachtung erkennt man deutlich die Spuren von farbigen Kinderhänden. Leicht zu erraten: Im Atelier darf gemalt werden. Und zwar auf großen Flächen mit ganz viel Farbe. Außerdem gibt es Kleister, Klorollen, Klammern und jede Menge Materialien aus der Natur, wie etwa Tannenzapfen. Spaß, Kreativität und Körpererfahrung stehen im Vordergrund.

„Wir greifen bei der Arbeit im Atelier die Impulse der Kinder auf, aber auch die Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen. Zum Beispiel können wir thematisch arbeiten und nehmen ein Herbstlied zur Inspiration für einen kreativen Prozess“, erklärt Andretzki.

 

Snoozeln im Himmelszelt

Wem der Kita-Alltag zu hektisch wird, der findet im dritten Stock das „Himmelszelt“ – ein wunderbarer Ort zum Ausruhen und Entspannen. Unter einer nachtblauen Kuppel können sich Kinder und Betreuerinnen auf weiche Matten und Kissen zurückziehen und bei gedimmtem Licht kuscheln, Hörspielen lauschen oder einfach nur entspannen. „Wir nennen das Himmelszelt auch Snoozel-Raum – nach dem englischen Wort für schlummern“, erzählt Kirstin Andretzki. Eine kleine Lichtorgel verwandelt das Himmelszelt in ein Universum farbiger Sterne.

Eine ganze Welt bunter Räume, die sich vor allem die größeren Kids aus Kindergarten und Schülerhort erobern, eröffnet sich vor den Türen von Kids & Co.: die Frankfurter Innenstadt mit wunderbaren Parks, dem Palmengarten, Museen und dem Frankfurter Zoo – alles leicht erreichbar mit Bus oder Bahn. Eine Rundfahrt auf dem Frankfurter Flughafen, der Besuch einer Teddyklinik, Fußballspielen im Grüneburgpark oder eine Führung für Kinder durch die große Monet-Ausstellung im Städel-Museum – in der Stadt am Main gibt es immer etwas zu entdecken...

Mehr über Kids & Co in Frankfurt erfahren Sie hier: https://www.familienservice.de/web/kids-co-kindergarten